Bellen ist neben der (energetischen) Körpersprache eines der wichtigsten Kommunikationsmittel eines Hundes. Das Ausmaß hängt natürlich auch von der jeweiligen Rasse ab.

Hunde bellen aus vornehmlich zwei Gründen: Sie wollen eine Emotion ausdrücken oder sie reagieren auf einen Reiz.

Entweder um ihr Rudel bzw. Revier zu verteidigen. Sie warnen oder bellen vor Aufregung. Diese Art des Bellens hält meist nicht lange an und man weiß meist die Ursache und kann gegenwirken.

Für den Menschen nervig wird es, wenn der Hund z.B. zu Hause bellt und nicht und nicht aufhört oder immer wieder wegen jeder Kleinigkeit anfängt. Grundsätzlich bedeutet dies, dass etwas in der Erfüllung seiner Bedürfnisse schief läuft. Es ist für ihn der einzige Weg um aufzuzeigen, dass etwas in der Mensch-/Tierbeziehung für ihn nicht stimmt. Der Hund drückt so seine Emotionen aus.

Mögliche Gründe und Emotionen: Langeweile, Frustration, keine geistigen Herausforderungen, zu wenig Bewegung, bzw. Beschäftigung, als Aufforderung für Aufmerksamkeit, Freude und Erregung, Stress und Überforderung, etc.

Meiner Meinung nach spielt bei übermäßigem Bellen der Menschenfreund die Hauptrolle. Der Hund hat gelernt, dass Bellen sich für ihn auf irgend eine Weise auszahlt. Egal ob er nun vom Besitzer Aufmerksamkeit durch gut zureden oder beruhigendes Streicheln bekommt oder mit ihm geschimpft wird. Gerade dadurch fühlt sich der Hund bestätigt, weil wenn Herrli/Frauli „bellen“ wird’s ja wohl einen triftigen Grund dafür geben.

Ich bin wahrlich keine Hundetrainerin, ich spreche wieder mal nur aus eigener Erfahrung, aber bei Seven funktioniert es wunderbar, wenn ich sie mit einer Aufforderung aus der Situation heraushole, anstatt ihr zu sagen, was sie nicht tun soll. Ich lenke sie mit einer Aufgabe ab.

Zu Hause schick ich sie auf den Platz und belohne sie für ihr kooperatives Verhalten oder ich sag ihr, sie soll mir das Balli bringen, weil sie dann „vergisst“ zu Bellen. (Ok, manchmal schafft sie es auch mit dem Ball im Maul zu bellen ;-) )  oder im Freien hol ich sie bei Fuß und renne z.B.: Zickzack mit ihr. Nochmals, ich tue irgendetwas um sie aus der Situation rauszuholen.

So, das wäre kurz umrissen der praktische Teil. Nun meine berühmten Fragen – dein Tier als Spiegel deines Ichs.

Weißt du so wirklich, wirklich warum dein Hund bellt?

Welche Emotion will er damit ausdrücken?

Welches Bedürfnis will er damit ausdrücken?

Welche Emotionen löst das Bellen bei dir aus?

Werde dir klar, welche Emotionen und Bedürfnisse hinter dem Bellen stecken.

Ich kreiere mal ein kleines Beispiel:

Mein Hund bellt (auch wenn ich zu Hause bin) wegen jedem nur so kleinsten Geräusch. Er nimmt jeden Reiz als Anlass. Mein Gefühl sagt mir, dass ihm furchtbar langweilig ist, weil er keine Beschäftigung oder Aufgabe hat. Die paar Mal spazieren gehen am Tag sind auch fad, weil nix passiert, was IHN (körperlich/geistig) fordert und das frustriert ihn total. Das ist seine Grundstimmung. Und egal welche Hunderasse es ist, Hunde wollen eine Aufgabe im Leben haben. Und anstatt nach wirklichen Lösungen zu suchen, nämlich im "Innen" (weil du glaubst eh schon alles getan zu haben, um das zu unterbinden), fühlst du dich hilflos und das Dauerbellen macht dich z.B. aggressiv.

Jetzt kannst du dich fragen:

* Was in meinem Leben frustriert mich?
* Was langweilt mich?
* Wo werde ich (meine Bedürfnisse) nicht wahrgenommen ( Job, Partnerschaft, Eltern, etc.)?
* Kenne ich überhaupt meine eigenen Bedürfnisse, nehme ich sie wahr?

   (Und damit meine ich jetzt nicht, was du glaubst zu brauchen, was dir jemand anderer erfüllen soll.)
* Hab ich eine Aufgabe, die mich so wirklich, wirklich erfüllt?
* Kenne ich die bei mir ausgelösten Emotionen aus anderen Situationen?
   (Ein Verhalten/eine Situation macht mich hilflos und aggressiv.)

Das war jetzt nur ein kurzes Beispiel, aber glaub mir es hat einen Grund und der hängt ganz bestimmt mit dir zusammen, warum gerade DEIN Hund so bellt. Liegt es an deinem physischen und auch energetischem Verhalten oder weil dein Hund dir Verborgenes aufzeigen will? Sonst wäre er nicht in deinem Leben. ;-)  und meist ist es ein bisschen von beidem. ;-)

Und wenn du Hilfe brauchst, weil du alleine nicht draufkommst, dann "spreche" ich gerne mit deinem Hund und schaue mir die Energien, die bei euch wirken, an.

         

 

 

 

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